Gesammelte Werke…

In den letzten Wochen habe ich meinen Blog ziemlich vernachlässigt – private Ereignisse hatten einfach Vorrang.

Mittlerweile habe ich die neuen Markt- und Kurs-Termine aktualisiert und in den nächsten Tagen werde ich die Seifen-Shop Seite bearbeiten.

Trotz aller Widrigkeiten, die so um mich herum waren, habe ich aber regelmäßig gestrickt und natürlich möchte ich Euch gerne noch die Fotos zeigen:

ein Paar Weihnachtssocken für eine liebe Bekannte

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Muster: ‚Im Kreise der Familie‘ von Regina Satta

einen Loop für das Tochterkind zum Geburtstags Anfang Januar

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Loop im Flechtmuster

einen kuschelweichen Ashworth-Scarf für mich

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Ashworth Scarf

und einige Auftragsarbeiten für eine liebe Bekannte:

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Muster: ‚Jeck‘ von Regina Satta

 

Mütze3

Mütze ‚Frosted Pine‘ von Kalurah Hudson

Außerdem habe ich noch ein zweites Paar Socken gestrickt, aber leider kein Bild gemacht.

Momentan habe ich meinen allerersten Pullover für mich auf den Nadeln. Der Pullover wird von oben nach unten gestrickt und ab den Armausschnitten nur noch in rechten Runden. Bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis.

Ich wünsche Euch eine schöne Zeit.

 

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Jahresausklang 2014

Eigentlich wollte ich hier in der Vorweihnachtszeit meine neuen Seifen  -besonders die Weihnachtsseifen-   vorstellen, einen Blog-Shop einrichten, über Gestricktes und Wolliges berichten – Euch also teilhaben lassen, an dem was ich gerade so mache.

Aber manchmal kommt alles anders als es geplant war und das Leben spielt einem ganz schön mit…

Ende August hat meine Lieblingscousine die Diagnose Bauchspeichedrüsen-Krebs bekommen und innerhalb weniger Monate den Kampf verloren. Sie ist an Heilig Abend friedlich eingeschlafen.

Warum ich das schreibe? ich möchte Euch von der unglaublichen Hilfe fremder Frauen berichten, die bei Ravelry in der Wollmeisengruppe spontan Patches gestrickt haben, damit ich eine warme Patch-Decke fertig stellen konnte. Hier könnt Ihr den Werdegang der Decke verfolgen – eine unglaubliche Hilfsaktion, wie ich finde. Die Decke hat meiner Cousine soviel Freude bereitet und sie bis zu ihrem letzten Atemzug begleitet.

DANKE an alle, die das ermöglicht haben.

Silvia Decke

Ich wünsche Euch eine gesunde, glückliche und friedliche Jahresrunde 2015. Mögen sich Eure Wünsche und Hoffnungen erfüllen!

Markttreiben und warme Wintermütze

Am kommenden Wochenende sind Frau Elfenwolle und ich wieder on Tour; unser letzter gemeinsamer Markt in diesem Jahr.

Dresden

Wann:  25./26.10.2014 in Dresden in der Messe, mit Wolle und Seifen und guter Laune. Vielleicht habt ihr ja Lust vorbei zu kommen.

Samstag, 11.00 – 18.00 Uhr
Sonntag,  10.00 – 17.00 Uhr

Wo:  Messe, Messering 6, 01067 Dresden

Straßenbahn Linie 10, Haltestelle Messe Dresden

Eintritt 5,- Euro
Männer zahlen nur die Hälfte.
Kinder bis 12 Jahre frei.
Das Parken im Umfeld der Messe ist kostenfrei,
auf dem Messe-PP/Flutrinne gebührenpflichtig

Und sonst so:

Meine Ragna Cap ist mir von den Nadeln gehüpft > sehr warm und kuschelig, der Winter kann kommen…

Ragna3Ragna5

und mein Lane-Splitter-Rock wächst:

Lane_medium2_medium2

Aber die meiste Zeit bin ich momentan in der Seifenwerkstatt. Die Weihnachtsseifen sind fertig und die meisten auch verziert. Wenn das Wetter es heute einigermaßen zulässt, werde ich später Fotos machen und hier einstellen.

Bis dahin geduldet Euch bitte noch ein bisschen 1984  DANKE !!!

Erlebtes, Gestricktes, Neues

am ersten Oktoberwochenende waren Frau Elfenwolle und ich in Kloster Chorin auf dem Kräuter- und Keramikmarkt. Ein wunderschönes Ambiente. Ich habe ein paar Fotos gemacht und möchte sie Euch gerne zeigen.

Töpfer

die Töpfer

Marktstände vor Ruine

Marktstände vor der Klosterruine

Pflanzen

Kräuter und Pflanzen

Stand1

Unser Stand

handgesponnen

handgesponnene Garne

bunte wolle1

bunte Kammzüge und handgestricktes

Seifen3

meine Seifen

Vielleicht habt Ihr ja Lust bekommen demnächst mal einen der tollen Märkte oder Veranstaltungen dort zu besuchen.

Gestrickt habe ich auch: ich habe die Sonntags-Socken verpaart. Die bekommt mein Mann zum Geburtstag, denn handgestrickte Socken für ‚gut‘ hat er nur noch 1 Paar schäm – vielleicht schaffe ich ja bis Weihnachten noch ein zweites Paar.

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Aber erst mal muss ich jetzt meinen Lanesplitter fertig stricken, damit ich warm eingepackt bin, wenn es kalt wird. Die Wolle habe ich im Juli von Tina ‚Elfenwolle‘ zum Geburtstag bekommen und gestern Abend endlich angestrickt. Die Farben gefallen mir total gut und animieren mich zum weiter stricken.

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Aber im Moment habe ich nur abends Zeit fürs stricken, denn tagsüber werkel ich in meiner Kräuterwerkstatt und siede Seife für die Weihnachtsmärkte. Die ersten Seifen sind bereits fertig und trocknen schon. Sobald ich sie dekoriert habe gibts Fotos und nähere Beschreibungen.

Lasst Euch überraschen…

Unser kleines Färbefest

am vergangenen Samstag fand unser alljährliches Färbefest statt. Einige befreundete Frauen und ein Mann treffen sich dann bei uns auf dem Hof und färben mitgebrachte Kammzüge, Wolle, vorher gestrickte Socken, Schals etc. mit unterschiedlichen Pflanzen. In diesem Jahr kamen Myrthe (gelb), rote Zwiebelschalen (grün), Erlenzapfen (braun), Rotholz (rot) und schwarze Stockrose (blau) zum Einsatz. Der Wettergott hat auch mitgespielt und wir hatten einen sonnigen Tag.

Ich zeige Euch gerne ein paar Fotos von unserem Beisammensein:

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die Myrthe macht bereits ihre Arbeit

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im zweiten Topf brodeln die roten Zwiebelschalen

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die Wartezeit wurde mit spinnen, stricken und quasseln verbacht

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die roten Zwiebelschalen und unser eisenhaltiges Wasser färbten die Wolle grün

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und wieder warten, stricken, quasseln und Sonne genießen

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Farbenpracht…

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Chris färbte Spinnfutter

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die Sonne lässt die Farben ganz besonders strahlen

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und nochmal Farben, Farben, Farben

Am nächsten Wochenende findet Ihr mich und Frau Elfenwolle auf den Kräuter- und Keramiktagen in 16230 Kloster Chorin. Vielleicht habt Ihr ja Lust uns zu besuchen, denn das Wetter soll schön werden und die Gegend bietet sich an für einen Herbst-Spaziergang.

Ich wünsche Euch einen bunten Herbst   

Allerlei Neues

gibt es zu berichten…

da ist zum einen mein Flare fertig und wurde bei den kühleren Temperaturen auch schon getragen; gestrickt aus Wollmeise Twin in der Farbe ‚Granatapfel‘. Ich liebe diese Farbe und den Schnitt.

FlareDann sind meine BrokenSeedStichSocks fertig und mittlerweile 2 Paar BSSS Auftragssocken gestrickt. Bilder von den Auftragssocken zeige ich Euch nicht, denn sonst ist die Überraschung für die neue Besitzerin weg. Aber meine fertigen zeige ich Euch gerne.

BSSS Kroko

Heute Nachmittag werde ich die Wolle für meinen nächsten Pullover wickeln und anschlagen. Es soll der Hexagon von Nicola Susen werden. Die Anleitung habe ich mir auf dem Wollfest in Hamburg gekauft. Nicola beschreibt die Anleitung mit Maximaler Freiheit – eine Tunika, die mit jedem Garn und in jeder Größe funktioniert; das Ganze dann auch noch ohne irgendetwas zusammen nähen zu müssen. Das hat mich überzeugt!!!

Und sonst so…

inzwischen hat meine Seifen- und Kräuterwerkstatt die große Renovierung überstanden und ich habe sie bereits wieder in Beschlag genommen.

Für ein Kindergartenfest habe ich 8 Kilo Seifenschnipsel produziert, damit jeder Zwerg seine eigene Seife machen und mit nach Hause nehmen kann. Außerdem habe ich einige neue Seifendüfte geordert und probiere gerade aus, was gut zusammenpasst. Demnächst stelle ich Euch die Neuen Seifen vor.

Ich wünsche Euch heute ein schönes Mabon / Erntedankfest

macht es Euch schön…

median

der Natternkopf

heute möchte ich Euch mal ein typisches ‚Un‘ Kraut vorstellen. Es wächt überall an Wiesen- und Wegesrändern und streckt seine kleinen blauen Blüten gen Himmel. Ich spreche vom Natternkopf, der auch heute noch seine Daseinsberechtigung in der Wildkräuterküche und in der Volksmedizin hat. Ich bin auf diese Pflanze aufmerksam geworden, da ich eine Alternative zum Beinwell gesucht habe, der ja nicht überall zu finden ist.

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Botanischer Name: Echium vulgare

Pflanzenfamilie: Rauhblattgewächse (Boraginaceae)

Andere Namen: Blaue Ochsenzunge, Himmelbrand, Starrer Hans, Stolzer Heinrich, Natternkraut

Der Natternkopf wird zwischen 25 cm und 1,50 mtr. hoch. An Stängeln und Blättern wachsen haarige Borsten; die Kronblätter blühen zuerst rosa bis violett, später werden sie blau bis himmelblau. Der schlangenartig geformte Blütenstand, mit den heraushängenden Staubgefäßen, die an eine Schlangenzunge erinnern, gab dem Natternkopf seinen Namen.

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Damit der Natternkopf auf trockenen Standorten überleben kann, besitzt er zur Wasserversorgung besonders lange Pfahlwurzeln, die bis zu 2 mtr. in die Erde reichen können. Außerdem schützt seine dicke Blatthaut davor,  zu viel Wasser in der Sonne zu verdunsten. Die vielen festen Haare auf den Blättern schützen nicht nur vor Fressfeinden, sondern lassen auch den Tau kondensieren und gewinnen so zusätzliche Flüssigkeit für die Pflanze.

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Vorkommen: Der Natternkopf wächst in ganz Europa und Westasien und blüht von Mai bis Oktober an trockenen bis halbtrockenen Stellen, auf steinigen Fluren und an sandigen Plätzen.

Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Wurzel

Sammelzeit: Kraut: wärend der Blütezeit von Mai bis Oktober, Wurzel: im Spätherbst oder frühen Frühjar

Inhaltsstoffe: Allantoin, Consolidin, Heliosupin

Anwendung in der Volksheilkunde: Kraut: Die Blätter/Kraut werden im Sommer während der Blütezeit gesammelt und zügig im Schatten getrocknet.

Wurzel: Die Wurzeln werden im Spätherbst oder im zeitigen Frühjahr gesammelt. Man befreit sie von grober Erde, spült sie unter kaltem  Wasser ab und schneidet sie klein. Anschließend werden sie im Dörrgerät oder Backofen bei 40 Grad getrocknet. Den Backofen dabei einen Spalt breit geöffnet lassen.

Der Natternkopf wird heutzutage in der Volksheilkunde kaum noch als Heilpflanze verwendet. Seine Heilwirkungen sind jedoch ähnlich wie die von Beinwell und Borretsch, die beide zur gleichen Pflanzenfamilie gehören. Er soll lindernd wirken bei Erkrankungen der Atemwege, bei Fieber wirkt er schweisstreibend, aber hauptsächlich wird er bei eiternden Wunden, Furunkeln, Geschwüren, offenen Beinen sowie Nagelbettentzündungen und Hautrötungen verwendet.

Anwendungen bei:

– Atemwegserkrankungen, Erkältungen und Kopfschmerzen
Aus dem frischen oder getrockneten Kraut kann ein Tee zubereitet werden. Zwei Teelöffel Natternkopfkraut pro Tasse mit kochendem Wasser übergiessen und fünf bis zehn Minuten ziehen lassen – 2-3 Tassen täglich trinken.

– Nagelbettentzündungen, Abszesse, Furunkel
Aus den blühenden Spitzen der Pflanze kann ein Breiumschlag hergestellt werden, der zur Behandlung stark entzündeter, eiternder Hautstellen eingesetzt wird. Der Natternkopf erweicht die Haut und hilft daß die Entzündung abheilen kann. Für den Breiumschlag nimmt man 2 Essl. Blütenspitzen (frisch oder getrocknet) zerreibt sie sehr fein im Mörser und verrührt sie mit 2-3 Essl. kochendem Wasser, bis ein homogener Brei entsteht. Den Pflanzenbrei auf ein kleines, feuchtes Tuch streichen und die betroffenen Stellen damit abdecken. Dann mit einem zweiten Tuch verbinden. Der Breiumschlag kann nach 15 – 20 Minuten abgenommen werden.  –  2-3 mal täglich anwenden.

– gerötete und gereizte Haut
der frisch gepresste Pflanzensaft wird als Umschlag auf die gerötete Haut aufgelegt – kann täglich öfter angewendet werden. Hierfür werden die Pflanzen zerkleinert und mit wenig kochendem Wasser übergossen. Nach 20 Minuten presst man den Sud durch ein Tuch und fängt den Saft in einem sauberen Gefäß auf.

– Verletzungen des Bewegungsapparates
Die Wurzeln enthalten Allantoin, wie die Wurzeln des Beinwells. Daher können sie auch genau so eingesetzt werden; z.B. als Salbe oder Breiumschlag. Für den Breiumschlag werden die getrockneten Wurzeln im Mörser zerkleinert, mit wenig kochendem Wasser zu einem Brei verrührt und mit einem feuchten Tuch aufgetragen.

 

Anwendung in der Küche: Die jungen Blätter können roh als Wildsalat oder gekocht als Wildgemüse und Spinatersatz gegessen werden. Die Blätter sind zwar etwas haarig, aber wenn man sie fein schneidet, kann man sie durchaus im Salat verwenden.

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ich habe Euch meine Sockenproduktion der letzten Wochen noch gar nicht gezeigt, dabei musste ich unbedingt die Geschenkekiste auffüllen.

Für eine Freundin, die auf großem Fuß lebt und selbst nicht stricken kann zum runden Geburtstag im November:

‚Der Blender‘ in Größe 43

Blenderadann für meine Freundin Angela zum Geburtstag im August meine ersten Broken-Seed-Stich-Socks:

‚für Dich soll’s Rote Rosen regnen‘ in Gr. 41

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und weil mir das Muster so gut gefällt, stricke ich mir auch gerade welche. Ein Single ist schon fertig:

BSSSneuund zu guter Letzt noch ein fertiges Paar für mich:

Challah in Gr. 38/39

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und hier alle noch mal zusammen:

alleaDas erste Paar in der Reihe, habe ich Euch ja schon gezeigt. Jetzt ist erst mal mein Mann dran, denn in seiner Sockenschublade hat das Sockenfresserchen zugeschlagen und alles aussortiert, was nicht mehr Niet- und Nagelfest war.

Strickende Grüße

median

AlinA die Zweite

ich bin echt verliebt in den Schnitt der AlinA und deshalb habe ich jetzt auch eine Zweite in schwarz. Durch das Lacegarn fällt die Tunika leicht und trägt nicht auf. Und weil ich ja eine Strickschnecke bin und mich die Lust bei größeren Teilen oft verlässt, hat mir die liebe Tina die Tunika auf ihrer Maschine gestrickt… und wäre das nicht schon genug, hat sie auch noch eine wunderschöne Ausschnittvariante mit einem kleinen passenden Stein gezaubert. Danke Tina ♥

Die Fotos sind grottig und ich werde noch mal neue machen, aber ich wollte Euch die fertige AlinA doch nicht vorenthalten.

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Und sonst so…

Heute früh hatten wir den ersten Nebel. Auch wenn das vom vielen Regen kommt, hatte ich das Gefühl, daß es schon später im Jahr ist. Im Garten blühen die Sonnenblumen und gestern habe ich die ersten Zucchini geerntet. Ich hoffe für meinen Kreislauf, daß die heißen Temperaturen nun ein wenig zurückgehen und auch ich den restlichen Sommer genießen kann.

Eine schöne Woche für Euch

median

Mädesüß

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Botanischer Name: Filipendula ulmaria

Pflanzenfamilie: Rosengewächse (Rosaceae)

Andere Namen: Beinkraut, Geissbart, Spierstaude, Wiesenkönigin, Wilder Flieder, Krampfkraut, Wiesengeißbart

Das Mädesüß überragt im Sommer mit seinen zierlichen, weißen Blütenständen alle anderen Wiesenpflanzen und wird deswegen auch die ‚Wiesenkönigin‘ genannt. Der Duft dieser Blüten ist süß und angenehm und wurde früher gerne verwendet, um Getränke, besonders den Honigwein (Met), zu würzen.

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Vorkommen: Das Mädesüß zeigt uns an, wo Wasser ist. Es wächst bevorzugt an Bachläufen, Flussufern und feuchten Wiesen und Wegrändern.

Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Blätter, Wurzel

Sammelzeit: Blüten und Blätter: Juni bis August, Wurzeln: Herbst und Frühling

Anwendung in der Volksheilkunde: Von der Pflanze werden in erster Linie die Blüten und Wurzeln verwendet. Die Blüten werden an sonnigen Tagen gesammelt und an einem dunklen, kühlen Ort getrocknet.

Ein Tee mit Mädesüß eignet sich hervorragend bei Erkältungen oder grippalen Infekten; sogar bei echter Grippe kann er lindernd wirken. Er senkt nicht nur das Fieber, sondern erleichtert auch die Schmerzen und hilft beim Abschwellen der Schleimhäute. Außerdem findet ein reiner Mädesüß-Tee zur Schmerzlinderung, vor allem bei Gelenkbeschwerden, bei Gicht, Rheuma, Migräne und Kopfschmerzen, sowie bei Magen- und Darmproblemen Anwendung. Mädesüß soll außerdem entgiftend, entzündungshemmend, blutreinigend wirken. Auch gegen die meisten Arten von Ödemen hilft Mädesüß-Tee sehr gut. Seine harntreibende und entgiftende Wirkung lässt ihn auch bei Problemen des Harnapparates und des Stoffwechsels helfen.

Tee aus den Blüten wird als Aufguss gekocht. Wurzel-Tee wird kalt angesetzt und sechs Stunden stehen lassen, bevor er kurz aufgekocht wird. Dann lässt man ihn zwei Minuten ziehen und seiht ihn anschließend ab. Von beiden Tees trinkt man zwei bis drei Tassen am Tag in kleinen Schlucken ungesüßt.

Achtung! Das Mädesüß enthält natürliches Aspirin in Form von Salicylsäure und sollte bei bekannter Allergie gegen Salicylsäure nicht verwendet werden.

Mädesüß-Grippetee
2 Teile getrocknete Mädesüßblüten
2 Teile getrocknete Lindenblüten
2 Teile getrocknete Holunderblüten
2 Teile getrockneter Quendel (wilder Thymian)
1 Teil getrocknete Rosenblätter

mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Danach absieben und über den Tag verteilt trinken. Am besten füllt man den heißen Tee in eine Thermoskanne.

Mädesüßkompressen – gegen Schmerzen
2-3 Handvoll Mädesüßblüten werden mit 1 Liter Wasser übergossen und bis kurz vor dem Sieden und lassen erhitzt;  anschließend den Ansatz weitere 10 Min. auf der heißen Herdplatte ziehen lassen. Nach dem Absieben machen Sie heiße Kompressen mit diesem Absud. Sie helfen bei rheumatischen Gelenkschmerzen, Arthritis und Gicht.

Mädesüßtinktur – als Einreibung bei schmerzenden Gelenken
2 Handvoll Mädesüßblüten und -Blätter in ein verschließbares Glas geben und mit 500 ml 40%igem Alkohol (z.B. Doppelkorn) übergiessen; ab und zu schütteln und nach 4 Wochen durch ein Tuch filtern. Füllen Sie die Tinktur in dunkle Fläschchen und reiben damit schmerzende Gelenke ein.

Anwendung in der Küche:  Auch in der Küche findet das Mädesüß vielfältige Anwendung. Die Blüten können zu Likör, Sirup, Gelee oder Nachspeisen verarbeitet werden.

Mädesüß-Sahne
200 ml Sahne
5 frische Mädesüß-Blüten
1-2 TL Honig

Die Blüten von Insekten befreien (das geht am besten, wenn man die Blüten kurz anwelken lässt = max. 1 Stunde) und dann in der Sahne aufkochen; abkühlen lassen und durch ein Sieb gießen. Die Sahne muss anschließend für einige Stunden sehr gut gekühlt werden (am besten am Vortag vorbereiten und über Nacht im Kühlschrank aufbewahren); dann mit dem Honig süßen und in einer kalten Schüssel steif schlagen.

Eiscreme mit Mädesüß-Blüten
100 ml Milch
100 g brauner Zucker
500 g Bio-Joghurt natur
250 g Sahne
80 g frische Mädesüßblüten
500 g Früchte (Erdbeeren, Himbeeren Blaubeeren)

Die Milch mit den Blüten und dem Zucker kurz aufkochen und abkühlen lassen. Dann die Blüten entfernen, Joghurt dazu geben und alles in eine flache Schale füllen. Zwei Stunden ins Gefrierfach stellen, dann mit den Früchten fein pürieren. Die geschlagene Sahne unterheben. Die Eiscreme mit Früchten, Mädesüßblüten und Sahne dekorieren und sofort servieren.

Mädesüß-Sirup
1 Kg Kristallzucker
1 Liter Wasser
1 unbehandelte Zitrone in Scheiben geschnitten
3-4 Handvoll Mädesüßblüten

Alle Zutaten in ein Glasgefäß geben und 48 Stunden an einem kühlen Ort stehen lassen. Mehrmals umrühren, damit sich der Zucker auflösen kann. Danach den Saft aufkochen, absieben und in dunkle Flaschen füllen. Der fertige Sirup ist 12 Monate haltbar.

Geschichten und Mythen: Die Wiesenfeen sind alle mit der ‚Wiesenkönigin‘ verwandt und verbunden. Besonders die Blütenelfen, die von Kindern manchmal gesehen werden, aber fürs erwachsene Auge kaum mehr sichtbar sind, tanzen in in dem betörenden Duft, in den zarten Farben und in den sanften Bewegungen der ‚Wiesenkönigin‘. In der Zeit zwischen Tag und Nacht schweben die Blütenelfen über die Wiesen, sprechen mit den Pflanzen, versorgen sie und singen Lieder für sie. Nachts schlafen die Blütenelfen in den duftenden Blüten und träumen vom Sommer.

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